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Fachschule Fachrichtung Heilpädagogik - Teilzeit

Weiterbildung zur Heilpädagogin bzw. zum  Heilpädagogen

Der nächste Durchgang startet zum nächsten Schuljahr 2019/20 zum 14. August 2019 

 

Die Weiterbildung zur Heilpädagogin/ zum Heilpädagogen in Teilzeit an der Fachschule Fachrichtung Heilpädagogik dauert drei Jahre. Sie vermittelt die erforderliche heil– und inklusionspädagogische Handlungskompetenz, um inklusive Prozesse im Sozial– und Bildungsbereich initiieren, begleiten und reflektieren zu können, in dem sie vertieftes Fachwissen anbietet, sowie den Erwerb erforderlicher Fertigkeiten und der beruflichen Grundhaltung fördert.

   

Berufsbild und Arbeitsfelder

„Heilpädagoginnen und Heilpädagogen unterstützen, bilden, erziehen, fördern und beraten zum einen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in oftmals beeinträchtigenden und behindernden Lebenssituationen in der Vielfalt ihrer individuellen Bedürfnisse, Befähigungen und Beeinträchtigungen.

Heilpädagoginnen und Heilpädagogen unterstützen und beraten zum anderen Angehörige, Fachkräfte und Personen im Umfeld der Person, mit dem Ziel, Verstehensprozesse zu initiieren, passgenaue Unterstützung zu ermöglichen und notwendige Veränderungsprozesse anzustoßen, um behindernde Barrieren abzubauen und inklusive Kulturen, Strukturen und Praktiken zu entwickeln und zu etablieren. Sie tun dies mit dem Ziel einer selbstbestimmten, gleichberechtigten Teilhabe aller am Leben der Gesellschaft.

Heilpädagoginnen und Heilpädagogen nehmen als speziell qualifizierte Fachkräfte eine Schlüsselstellung zur Gestaltung von inklusiven Prozessen in unterschiedlichsten Arbeitsfeldern ein.“ (Lehrplan Fachschule Fachrichtung Heilpädagogik, Schleswig-Holstein 2017)

Mit diesem Abschluss können Sie z.B. in Frühförderstellen, Krippen u. Kindertageseinrichtungen, Schulen, sozialpädiatrischen Zentren, in familienunterstützenden Diensten, Beratungsstellen, in der beruflichen Integration, in Integrationsfachdiensten, in pädagogischen Wohneinrichtungen und ambulanten Diensten und freien Praxen als eigenverantwortliche pädagogische Fachkraft, Gruppenleitung oder Leitung arbeiten. Der Abschluss ermöglicht als Heilpädagoge /-in selbstständig tätig werden zu können.

   

Ausbildungsinhalte

Ab dem Schuljahr 2017/18 ist in Schleswig-Holstein ein neuer Lehrplan für die Fachschule Fachrichtung Heilpädagogik in Kraft getreten, der sich an Lernfeldern und Lernsituationen orientiert. Die fünf Lernfelder sind:

  1. Berufliche Identität und professionelle Perspektiven im interdisziplinären Kontext kommunizieren, reflektieren und weiter entwickeln
  2. Heilpädagogische Diagnostik - Individuen, Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und beschreiben
  3. Heilpädagogisch Handeln - Beziehungen aufbauen, Entwicklungen begleiten, Bildungsprozesse unterstützen, Erziehungspartnerschaften gestalten
  4. In Organisationen beraten, entwickeln und führen sowie in Sozialräumen Prozesse der Inklusion fördern und in Netzwerken kooperieren
  5. Gesellschaftliche, wirtschaftliche und rechtliche Kontexte analysieren, berücksichtigen und mitgestalten

Hinzu kommt ein Wahlpflichtbereich, der eine Vertiefung und Schwerpunktbildung ermöglicht. So werden wir in diesem Bereich u.a. in Kooperation mit dem Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung e.V. die Qualifizierung als Moderator*in für Persönliche Zukunftsplanung sowie das Basiszertifikat in Unterstützter Kommunikation in Kooperation mit der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V. anbieten. Die Weiterbildung umfasst auch die Kompetenzen einer Fachkraft für Inklusion.

Im Rahmen der Weiterbildung führen wir zwei Lernreisen im Rahmen der Unterrichtsverblockung durch. Die erste gemeinsame fünftägige Lernreise unternehmen wir in der Mittelstufe zu Leuchttürmen der inklusiven und heilpädagogischen Praxis im deutschsprachigen Raum.

Die zweite individuelle Lernreise bietet in der Oberstufe Gelegenheit ein bis zwei Wochen sich in Deutschland oder gefördert durch das ErasmusPlus Programm im europäischen Ausland innovative Einrichtungen und Dienste ihres Interesses zu erkunden. So können Orte innovativer inklusiver Praxis im Feld oder ein anderes Arbeitsfeld intensiv erkundet werden.

    

Unterrichtszeiten

Der Unterricht umfasst 1.800 Stunden, davon mindestens 360 Stunden als heilpädagogische Praxis mit schulischer Begleitung sowie 1440 Stunden in den Lernfeldern und im Wahlpflichtbereich. Der Unterricht vollzieht sich an zwei Tagen in der Woche (montags 15.15-19.30 Uhr/ mittwochs 15.15-18.30 Uhr). Hinzu kommen Verblockungen im Umfang von 13-16 Tagen pro Schuljahr, 5 Seminare (Fr.-Sa.) (ca. alle 6-8 Wochen) sowie eine bis zwei Blockwochen pro Schuljahr (Lernreisen).

5 Tage pro Jahr bzw. 10 Tage in zwei Jahren können als Bildungsurlaub anerkannt werden.

Der Unterricht umfasst mit der heilpädagogischen Praxis durchschnittlich 15 Unterrichtsstunden die Woche. Mit Leistungsnachweisen ist von einem Arbeitsaufwand von 15-20 Zeitstunden die Woche zu rechnen. Eine Vollzeitstelle wird deshalb neben der Weiterbildung nicht empfohlen, gut gehen 20-30 Stunden die Woche.

 

Praxis

In die Weiterbildung sind auch die heilpädagogische Praxis und ein inklusives Projekt mit insgesamt mindestens 3 Stunden in der Woche integriert. Beides wird durch die Schule begleitet und findet überwiegend an ihrem Arbeitsplatz statt.

In der zweiten Ausbildungshälfte findet jedoch ein Jahr (2.Halbjahr Mittelstufe bis erstes Halbjahr Oberstufe) im Umfang von 2 Unterrichtsstunden (=60 Zeitstunden pro Jahr) die heilpädagogische Praxis an einem anderen, selbst gewählten Ort statt, um sich in der Rolle als Heilpädagoge oder Heilpädagogin zu erproben.

   

     

Aufnahmevoraussetzungen

              Schulische Aufnahmevoraussetzung ist mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss (Realschulabschluss) 

und

              Berufliche Aufnahmevoraussetzung:

              Eine abgeschlossene berufliche Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher bzw. zur Heilerziehungspflegerin / zum Heilerziehungspfleger    

oder      eine nach Landesrecht als gleichwertig anerkannte Qualifikation*

und     mind. einjährige hauptberufliche Tätigkeit im pädagogischen oder heilpädagogischen Bereich.

*Wichtig: Die Gleichwertigkeit anderer Qualifikationen muss zurzeit in jedem Einzelfall vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur festgestellt werden (auch wenn Personen gleicher Berufsgruppen bereits an anderen Orten für die Weiterbildung an der Fachschule Fachrichtung Heilpädagogik zugelassen wurden). Sie können den Antrag bereits vor der Bewerbung an unserer Schule oder auch parallel mit der Bewerbung stellen. Bitte vermerken Sie in Ihrer Bewerbung, dass Sie einen Antrag gestellt haben. Wichtig ist, dass der Schulplatz erst zugesagt werden kann, wenn eine Feststellung der Gleichwertigkeit ihrer Qualifikation vorliegt. Es empfiehlt sich also den Antrag so früh wie möglich zu stellen.

 

Die Feststellung der Gleichwertigkeit anderer Qualifikationen beantragen Sie beim

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
z.Hd. Herrn Wetzel
Postfach 7124
24171 Kiel
Tel. 0431 / 988 2218
Fax: 0431 / 988 613 2218

 

Geben Sie in Ihrem Antrag an, dass Sie sich an der Fachschule Fachrichtung Heilpädagogik in Lensahn beworben haben bzw. bewerben wollen und fügen Sie folgende Unterlagen bei:

  • Einen ausführlichen Lebenslauf
  • Zeugnis des höchsten allgemeinbildenden Schulabschlusses (Nachweis mindestens mittlerer Bildungsabschluss)
  • Zeugnis über den Berufsabschluss (Prüfungs- undBerufsschulabschlusszeugnis) bzw. Examenszeugnis des Studienabschlusses
  • Arbeitszeugnisse, Zeugnisse über ehrenamtliche Arbeit, Praktika oder andere Erfahrungen im sozialen bzw. heilpädagogischen Bereich (lieber mehr als zu wenig)

 

Festlegung von Merkmalen für die Aufnahme von Schülerinnen und Schüler in die Fachschule Fachrichtung Heilpädagogik bei begrenzter Aufnahmemöglichkeit

Wir werden bis zu 30 Schülerinnen und Schüler in die Fachschule Fachrichtung Heilpädagogik aufnehmen.
Wir streben eine Größe der Lerngruppe von 25 Personen an.

Sollte es mehr Bewerberinnen und Bewerber geben, die die Aufnahmevoraussetzungen erfüllen, erfolgt die Vergabe nach Rangfolge des errechneten Notendurchschnitts.

Dabei wird der Notendurchschnitt des letzten berufsqualifizierenden Abschluss der Voraussetzung für die Aufnahme an der Fachschule Fachrichtung Heilpädagogik ist (Erzieher/-in, Heilerziehungspfleger/-in oder vergleichbarer Abschluss) zur Grundlage genommen.

Da die Qualität der Weiterbildung in Heilpädagogik neben den erbrachten Schulleistungen in der beruflichen Ausbildung auch von der Dauer und Vielfalt der beruflichen Erfahrung, der Qualifikation durch Weiterbildungen und der Motivation der Teilnehmer und Teilnehmerinnen abhängt, können diese mit gewissen Bonuspunkten berücksichtigt werden.

Das Aufnahmeverfahren erfolgt durch ein Aufnahmegremium der Fachschule Fachrichtung Heilpädagogik.

Bitte fügen Sie also Ihrer Bewerbung ein Motivationsschreiben und Nachweise über ihre pädagogischen Erfahrungen insbesondere im heilpädagogischen Bereich sowie über absolvierte Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen bei!

  

    

Bewerbungen

Die nächste Weiterbildung Heilpädagogik startet am 14.August 2019. Auch nach Ablauf der offiziellen Bewerbungsfrist am 28.2.2019 nehmen wir noch gerne jetzt Ihre Bewerbung an, die wir nach Eingang berücksichtigen. Die Mitteilung an Sie hinsichtlich der Reservierung des Schulplatzes wird voraussichtlich Anfang Mai erfolgen. Bitte geben Sie uns umgehend Bescheid, wenn Sie den Schulplatz doch nicht annehmen wollen, damit ggf. andere Bewerberinnen oder Bewerber nachrücken können!

Anmeldeformular und Informationsmaterial

Das Anmeldeformular steht hier ebenso wie die  detaillierten Hinweise zum Bewerbungsverfahren als pdf Dokument  und einem aktuellem Informationsflyer sowie der aktuellen Präsentation vom Informationsabend am 22.1.2018 zum Download bereit. Die Materialien sind ebenfalls im Schulbüro erhältlich.  

      

Einzureichende Bewerbungsunterlagen:

  • ein Motivationsschreiben, indem Sie darlegen, wieso Sie diese Weiterbildung machen wollen und was Sie dafür (besonders) qualifiziert
  • vollständig ausgefülltes Anmeldeformular
  • Lebenslauf mit vollständiger Auflistung des schulischen und beruflichen Werdegangs
  • 1 Bild (nicht älter als drei Monate)
  • beglaubigte Fotokopie des Zeugnisses des letzten allgemeinbildenden Schulabschlusses
  • beglaubigte Fotokopie des Abschlusszeugnisses der Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher, zur Heilerziehungspflegerin / zum Heilerziehungspfleger oder einer als gleichwertig anerkannten Qualifikation (in diesem Fall Schreiben mit der Anerkennung der Gleichwertigkeit der Qualifikation des Ministerium oder Hinweis, dass diese beantragt wurde).
  • Nachweis einer zum Weiterbildungsbeginn mindestens einjährigen Berufstätigkeit,
  • ggf. Kopie eines bestehenden Arbeitsvertrages mit heilpädagogischer Qualifizierungsmöglichkeit von mindestens 3 Std. / Woche (Absprache mit dem Arbeitgeber)
  • Arbeitszeugnisse, Zeugnisse über ehrenamtliche Arbeit, Praktika oder andere Erfahrungen im sozialen bzw. heilpädagogischen Bereich
  • Bescheinigungen über relevante Weiterbildungen oder Zusatzqualifikationen

    

Abgabe der Bewerbungsunterlagen:

Für inhaltliche Rückfragen und Beratung steht Ihnen Dr.Stefan Doose
(stefan.doose@bbs-old.de) zur Verfügung. 
Die Abgabe kann per Post oder persönlich im Schulbüro in Lensahn erfolgen:

Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg

Außenstelle Lensahn

Dr.-Julius-Stinde-Str. 4

23738 Lensahn

Telefon: 04363 9023-0   Fax: 04363 9023-30

E-Mail: lensahn@bbs-old.de
Internet: www.bbs-old.de                                            

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

 

 

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